Echoes Pink Floyd Tribute Show in Siegen

Echoes in der Siegerlandhalle

Premiere der XL-Show ,,Seer Of Visions”

Es besteht wohl keine Chance mehr, nach dem Tode des Keyboarders Richard Wright am 15. September 2008, Pink Floyd noch einmal in Originalbesetzung zu sehen.

Nach dem kürzlich erschienenen Album ,,Endless River” wird es wahrscheinlich auch keine neuen Alben mehr geben, daher ist es gut, dass es Tribute-Bands gibt. Mit der Pink Floyd Tributeband ECHOES wird das Erbe dieser legendären Band weitergetragen.

ECHOES haben das in den letzten Jahren europaweit eindrucksvoll bewiesen. Sie nehmen ihr begeistertes Publikum mit auf eine höchst emotionale Reise zur dunklen Seite des Mondes usw. Neben einem umfassenden ,,Best Of Pink Floyd” kommen dabei auch manche schon fast in Vergessenheit geratene Werke wieder zu Gehör. Dennoch ist ein ECHOES-Konzert kein Nostalgie-Trip.

Die Band zeigt mit immenser Spielfreude, Liebe zum Detail und viel Respekt vor dem Original, dass die Pink Floyd Songs heute noch genauso faszinierend und aktuell sind wie zur Zeit ihrer Entstehung, eben zeitlos. Mit ,,echoes XL” bietet die Band eine eigens für sie entworfene Mammut-Show, die auch dem visuellen Aspekt der gigantischen Produktionen von Pink Floyd gerecht wird.

Echoes in der Siegerlandhalle
 

So hatte die Band am 7. Februar 2015 zur Premiere ihrer neuen Light-Show ,,Seer of visions” eingeladen. Schon kurz vor Einlass versammelte sich ein Teil der Fangemeinde vor der Siegerlandhalle. Um kurz nach 20.00 Uhr ging es dann endlich los.

Die Band ECHOES enterte die Bühne. ECHOES sind: Oliver Hartmann – Guitars & Vokals (er dürfte den Rock- und Metal-Fans bekannt sein als Sänger bei AT VANCE oder auch als Gitarrist bei AVANTASIA), Martin Hofmann – Bass & Vocals, Paul Kunkel – Keyboards, Soundeffekts & Percussion, Steffen Maier – Drums & Percussion. Verstärkt wurde die Band durch Michael Unger – Saxophon und die stimmgewaltige Background-Sängerin Tiffany Kirkland (seit Jahren ein Teil der ,,Rock meets classic”-Reihe).

Los ging es mit dem etwas verkürzten Opener ,,Welcome to the machine”, danach folgten ,,Have A Cigar” in dem Oliver Hartmann Roy Harper sehr ähnlich klang und ,,Wish you were here”, dem Titelsong des großartigen gleichnamigen Albums.

Aus dem Album ,,Dark side of the moon” folgte nun ,,The great gig in the sky”. Ein echter Gänsehaut-Moment nicht zuletzt wegen der Darbietung der Background-Sängerin Tiffany Kirkland.

Die Songs ,,High Hopes” und ,,One of these days”, welches sich mit seinem pumpenden Bass und der Gitarrenpower zu einem echten Groove-Monster entwickelte, rundeten die erste Hälfte der Show ab.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit einer perfekten Version des Longtracks ,,Echoes”.

Im weiteren Verlauf überraschten ECHOES mit einer kraftvollen Version von ,,Pigs”. Bei dem Song ,,Another Brick in the wall, Part II” durfte auch ein Siegener Kinderchor mit auf die Bühne, die die Band während des Refrains unterstützten. Ebenfalls zu den Highlights zählten ,,Hey you”, ,,On the run” und ,,Comfortably Numb”, welches Hartmann zu Recht als den vielleicht schönsten Song bezeichnete, den Pink Floyd geschrieben haben.

Oliver Hartmann, das Aushängeschild der Band konnte überzeugen, indem er David Gilmoures Gitarrenspiel exakt wiedergeben konnte, aber auch mit kleinen Details seinen eigenen Stil in die Kompositionen mit einfließen ließ und auch stimmlich eine gute Figur machte. Seine Bandkollegen standen dem in nichts nach. Bassist Martin Hofmann überzeugte mit pumpenden Bassläufen und gelungenen Vocals. Der ebenfalls singende Keyboarder Paul Kunkel sorgte für berauschende Effekte und Pianoklänge. Für Gänsehaut sorgte er mit dem Song ,,Nobody home”, ganz alleine im Licht der Spots auf der Bühne. Steffen Maier trommelte detailverliebt und klar wie Nick Mason.

Fazit:
Schade, dass die Halle nicht ganz ausverkauft war. Die Show hätte es verdient. Es gab zwar kaum noch Sitzplätze, aber im Innenraum waren seitlich doch einige Lücken. Der Band war jedoch keine Enttäuschung anzusehen. Das Publikum (bunt gemischt, aber doch mit deutlichem Fokus auf Fans jenseits der 50) ging bei allen Songs voll mit, was bei Oliver Hartmann immer mal wieder ein breites Grinsen entlockte.
Gesehen hatte man eine gelungene Hommage an Pink Floyd die in allen Bereichen ihresgleichen suchte. Leider waren die Zweieinhalb Stunden reine Spielzeit viel zu schnell vorbei.

Sollten ECHOES einmal in eurer Nähe spielen, schaut Euch die Show an.

Näher kann man Pink Floyd nicht kommen, ohne das Original zu sehen.
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http: http://www.echoes.de/
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