The New Black – Special

The New Black Special mit unserem “Quomaniac”

Mittwoch, 8.6.2016, ab 20 Uhr

Interview, Plattenvorstellung, Konzertbericht

Sendung verpasst? Nicht schlimm….Klick mich

Am 26.Februar ist die neue Scheibe rausgekommen, danach gings auf Tour. Unser “Quomaniac” hatte die Gelegeheit, mit der Band vor dem Konzert in St. Pauli am 13.Mai zu sprechen. Das Interview mit Christoph Leim und Fabian Schwarz, die neue Scheibe und ein Bericht über das Konzert gibt’s an diesem Mittwoch hier bei RockLiveRadio zu hören.
A Monsters Life Cover
„Diesmal richtig.“ Sagen viele, meint aber kaum jemand ernst. Klingt eben gut und ist allemal ein guter Aufhänger. Bei The New Black läuft es allerdings wieder mal anders. Wenn diese Band davon spricht, es „diesmal richtig“ zu machen, dann kommt das von ein paar Typen, die seit 2009 drei Platten veröffentlicht haben, die schon in Wacken und bei Rock am Ring gespielt, die sich die Bühne mit AC/DC, Volbeat, Black Label Society und Alter Bridge geteilt haben. Was, zum Henker, war denn vorher nicht „richtig“?

Aber gut. Diesmal also richtig. Das heißt für die Heavy Rocker vor allem eines: Mit einem richtigen Produzenten in einem richtigen Studio härter an den Songs zu arbeiten als je zuvor. „Nach drei selbstproduzierten Alben sind wir an eine Grenze gestoßen. Irgendwann  dreht man sich im Kreis, soundmäßig und kompositorisch“, erklärt Gitarrist Christof Leim.  The New Black gingen für ihr viertes Album nicht zu irgendeinem Produzenten, sondern nahmen mit Jacob Hansen auf. Der Däne gilt als unangefochtener Meister des druckvollen Rock -Fachs, dem bereits Volbeat alle ihre Veröffentlichungen anvertraut haben. Das passt natürlich zum TNB-Sound wie der merkwürdig oft zitierte Arsch auf den Eimer. So katapultierte die Produktion die Band, Heimatstadt Würzburg und im dänischen Ribe, The New Black auf ein komplett neues Level. „Die Zusammenarbeit hat sich absolut  gelohnt“, bestätigt Hauptsongwriter Fabian Schwarz. „Es sind immer noch unsere Songs, aber sie sind besser und klingen besser. Irgendwann verliert man eben den Blick, man ist zu nah dran. An manchen Stücken bastelt man mitunter zwei Jahre oder spielt sie sogar  schon live und hat dann vor allem seine eigenen Parts vor der Nase. Deshalb arbeiten sogar die größten Bands mit Produzenten.“ Und jetzt auch The New Black. Für den Blick  von außen, um nicht im eigenen Saft zu schmoren.
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Was das gebracht hat? Tja, das ist tatsächlich  unüberhörbar. „A Monster’s Life“ klingt wie eine Platte klingen sollte, die mit einem Stück namens „Long Time Coming“ beginnt: Als  hätten die drei Jahre seit dem letzten Album auf diesen singulären Punkt hingesteuert, sind The New Black immer noch The New Black. Nur in größer. Das Triumvirat aus Härte, Melodie und Groove hat neue Könige, die Songs sind gnadenlos auf den Punkt gezüchtet  und explosiv, der Sound ist druckvoll und international. Der Trumpf: Hansen hat der Band  weder eine typische Metal-Produktion verpasst noch einen klassischen Hard-Rock-Klang, sondern punktgenau die goldene Mitte getroffen. Die lässig-schweinecoole Heavy-Rock-Keule ist nach wie vor Gesetz, die Musik hat sich lediglich eine ziemlich edle und massive  neue Lederjacke übergezogen, wenn man so will. Und das funktioniert, ganz im Vertrauen, auch noch zu dem einen oder anderen Dosenbier.
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„Zehn Nummern, kein Bullshit, kein Ballast“, fasst Sänger Fludid den Fokus der vierten Scheibe zusammen. Längst bringen The New Black genug eigenständiges Bravado mit, um selbstbewusst in jeden Ring zu steigen. „Long Time Coming“ bestellt als Auftakt gleich mal das Heavy-Rock-Feld mit euphorischem Uptempo-Geriffe und einem frech hymnischen Refrain, „Blockbuster Life“ gefällt mit hohem Tempo und Gangshouts. „With A Grin“ stampft wie ein Monster durch die Innenstadt und gipfelt in einem kapitalen XXLChorus, bevor das gefühlvolle „Send In The Clowns“ bei aller Atmosphäre die epischen Hooks nicht vergisst. Apropos episch: „That’s Your Poison, Not Mine“ fährt mal so eben einen Chorus auf, der offensichtlich für Stadien geschrieben wurde. Wer kann, der kann. In „Dead In The Water“ singen The New Black sogar zu einem Riff aus dem Handgelenk von all den Stimmen, die behaupten, dass es die Band eh zu nichts bringen wird und davon, welchen Heidenspaß das Quintett trotzdem hat.
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The New Black haben massig Herzblut, Zeit und Energie in die Scheibe gesteckt und dabei viel auf eine Karte gesetzt. „All in“ und dann wird abgeräumt. Neben dem beneidenswert wuchtigen Gitarrensound und den verschwenderisch saftigen Drums bringt Hansens Produktion vor allem den starken Gesang von Fludid besser denn je zur Geltung. „Der ist ohnehin eine Trumpfkarte“, stapeln Bassist Günt Auschrat und Drummer Chris Weiss unisono tief. Diesmal haben die Herren nämlich eindeutig mehr als eine Trumpfkarte im Ärmel. Wie die riesige Echse auf dem Cover, die sich schon diebisch darauf freut, gleich ganz Tokio plattzumachen, wird „A Monster’s Life“ Anlauf nehmen und die Wände wackeln lassen – auf Platte ebenso wie auf Tour im Frühjahr. Diesmal eben richtig.
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The New Black sind:
Fludid: Vocals
Fabian Schwarz: Guitar
Christof Leim: Guitar
Günt Auschrat: Bass
Philipp “Flip” Klinger: Drums
www.thenewblackofficial.de

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