Konzertbericht vom Evanescence Konzert in Dortmund 20.09.2026

Konzertbericht vom Evanescence Konzert in Dortmund 20.09.2026

Nach mehr als 20 Jahren auf der Bühne zeigen EVANESCENCE immer noch was eine Show auszeichnet. Wenn ein Vorhang, ein Klavier und etwas Licht eine Stimmung erzeugen, dann ist das schon ein imposanter Moment. So geschehen beim Song „My Immortal“.

 

Es ist Sonntag, der 20.09.2026 und ich bin auf dem Weg zum EVANESCENCE Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle. Dort angekommen bildete sich schon eine mehr als 100 Meter lange Schlange. Dabei war es erst kurz vor 17 Uhr. Einlass war um 18 Uhr und ich musste zu einer Kasse seitlich der Halle um dort meinen Fotopass in Empfang zu nehmen. Es wurde zwar vorher gesagt, dass nur EVANESCENCE abgelichtet werden durfte, trotzdem hatte ich schon meine Ausrüstung dabei. Dann wurde mir gesagt ich käme vorher nur ohne Kamera rein, aber mein Wagen stand doch schon weiter weg von der Halle. Auf Nachfrage kam dann jemand, die dann zu mir und zwei anderen „Mädels“ (die auch das Konzert promoteten) sagte, wir könnten doch die erste Band NOWA TWINS ablichten und sie würde uns mit rein nehmen.

NOVA TWINS sagten mir bis dahin nichts, aber gesanglich fand ich sie schon richtig gut. Georgia South & Amy Love, so heißen die beiden, haben dem Publikum schon mal richtig eingeheizt. Ich fand den Auftritt gelungen, zumal sie auch eine gute Show hingelegt hatten, mit dem auch die bis dahin schon anwesenden Zuschauer zufrieden sein konnten.

Ich schätzte die Bühnenhöhe auf circa zwei Meter, da es aber einen breiten Fotograben gab, war genug Platz vorhanden um auch die NOWA TWINS von allen Seiten gut abzulichten. Der Stil der Band wird laut Wikipedia als Alternative Rock, Punk, Grime, Rap-Rock, Nu Metal betitelt. Nicht so meine Richtung, aber viele feierten auch schon diesen Support Act. Es war schon mal ein gelungener Auftakt in einen langen Abend.

Nochmal kurz zur Person, die sich um uns Fotografen gekümmert hatte. Denn im Nachhinein stellte sich für mich die junge Frau als Teil des Hauptpromotors „Dirk Becker Entertainment“ heraus. Marie, ich erwähne nur ihren Vornamen, hatte dann auch organisiert, dass wir nach dem ersten Gig unsere Ausrüstung gut bewacht an einer Garderobe abstellen konnten um uns den zweiten Akt POPPY anzusehen. Ich fand das mehr als korrekt. POPPY ist eine US-amerikanische Sängerin, welche die ganze Tour bei EVANESCENCE mit begleitet. Zitat aus Wikipedia: „Poppy beschreibt sich selbst als ein „Kawaii-Barbie-Kind“ und sagt, ihr Style sei von J-Pop-Künstlern geprägt.“ Gesanglich, wie auch stimmlich passte es gut zusammen. Ich fand es auch ein wenig verwirrend und befremdlich, warum sie nicht fotografiert werden wollte und durfte. Das hatte ich noch bei keiner Support Band. Aber manchmal ist eben alles anders.

Kurz vor dem Hauptakt trafen sich dann alle Fotografen und wir wurden von Marie rein begleitet. Drinnen konnten wir uns „aufrödeln“ und durften dann fünf  Minuten vor dem Hauptakt EVANESCENCE in den Graben.

Und EVANESCENCE haben in Dortmund ein Feuerwerk abgefeuert, das sich sehen lassen konnte. 21 Songs gab es in 100 Minuten auf die Ohren. Was ich nicht erwartet hatte, 11 Songs von ihrem neuen Album „Sanctuary“ gab es zu hören. Das nenne ich mal eine gelungene Überraschung. Sonst kenne ich es von anderen Bands nur, dass so bis zu maximal 5 Songs vom neuen Werk gespielt werden. Hinzu kamen noch 4 Songs aus dem Album „Fallen“, 2 Songs aus dem Album „The Open Door“ und 2 vom „Bitter Truth“ Album.  Der Song „End Of You“ wurde dann von Amy Lee und Poppy performt. Auch hatte ich so eine Bühne noch nicht gesehen. Auf der gesamten Breite unterhalb des Schlagzeugs gab es eine leicht schräge Videowand, die perfekt mit der hinteren Videowand harmonierte und auf der die Band auch immer wieder drauf stand. Das sah schon mega aus. Beim ersten Song „Sanctuary“ stand Amy Lee in der Mitte der Fläche, welche mit Bodennebel geflutet wurde.

Auch Feuer kam bei einem Song zum Einsatz. Ich hoffe es wurde keinem der Musiker zu heiß. Auch bei den langsamen Stücken, die Amy Lee am Klavier begleitet hatte, kam richtig Gänsehaut auf. Und die Videoleinwand zeigte passend zu den Songs immer neue Scenen. Insgesamt war es eine mega coole Show, die einem noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Das Feuerwerk an Songs und die tolle Auswahl aus 4 Alben, bei denen die Klassiker natürlich nicht zu kurz kamen war eine, wie ich finde perfekte Mischung. Einige Hymnen müssen halt immer dabei sein sonst ist der Fan auch nicht zufrieden. Und wenn es gerade am schönsten ist, ist es leider auch schon wieder vorbei. Noch berauscht von dem Erlebten gingen dann alle nach Hause mit der Gewissheit wieder mal einen rockigen Abend genossen zu haben.

Ein Dank geht nochmal an Marie von Dirk Becker Entertainment raus, für die sympathische und tolle Betreuung aller Fotografen.

Bis bald euer RLR Didi

 

Text und Bilder: RLR Didi

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